Dokumentarfilm — 2025

Fremdgehen ist OK

Monogamie ist eine Lüge, die wir uns erzählen. Polyamorie eine, die wir uns einreden. Dieser Film sucht die Wahrheit dazwischen.

CrowdfundedWissenschaftlich fundiert7 Expert:innenMade in Berlin

Die Argumentation

Drei Modelle. Zwei funktionieren nicht.

01

Monogamie

Ein Versprechen gegen die eigene Biologie

Romantische Verliebtheit ist ein neurochemischer Rausch mit Ablaufdatum: 18 bis 36 Monate. Danach fällt der Dopaminspiegel, und das Gehirn sucht aktiv nach neuen Reizen. „Ich werde nie wieder jemand anderen begehren“ ist biologisch so realistisch wie „Ich werde nie wieder Hunger haben.“

NeurobiologieEvolutionspsychologie
02

Polyamorie

Ein Ideal, an dem die Psyche zerbricht

Eifersucht ist kein Zeichen von Unreife — sie ist ein evolutionär verankerter Schutzmechanismus. Vollständige Offenheit klingt aufgeklärt — aber sie verlangt etwas, wofür die menschliche Psyche schlicht nicht gebaut ist.

EvolutionspsychologieKlinische Psychologie
03

Der dritte Weg

Diskretion als Respekt

Was, wenn die Lösung weder in totaler Treue noch in totaler Offenheit liegt? Die diskret offene Beziehung ist kein Betrug — sie ist ein Arrangement, das sowohl biologische Realität als auch emotionale Sicherheit respektiert.

PhilosophieBeziehungsethik
„Ein unerw\u00fcnschtes Gest\u00e4ndnis ist kein Geschenk. Es ist eine B\u00fcrde, die du dem anderen aufzwingst, um dich selbst zu entlasten.“
Aus dem Film

Unbequeme Thesen brauchen unabh\u00e4ngige Filme. Kein Sender. Kein Studio. Nur Crowdfunding.

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Einwände

Die typischen Gegenargumente.

Ist das nicht einfach nur eine Rechtfertigung fürs Lügen?

Jede Beziehung beinhaltet Lügen. Die Frage ist nicht ob, sondern welche. „Du bist der einzige Mensch, den ich je begehren werde“ — das ist auch eine Lüge. Nur eine, die gesellschaftlich akzeptiert ist.

Nur weil etwas natürlich ist, ist es noch lange nicht richtig

Stimmt. Mord ist auch natürlich. Aber der Vergleich hinkt. Es geht nicht darum, Triebe ungefiltert auszuleben. Es geht darum, realistische Versprechen zu machen.

Radikale Ehrlichkeit ist doch immer besser als Schweigen

Ist sie das? Wenn ein Geständnis den Partner zerstört, die Familie sprengt und Kinder traumatisiert — wem dient dann die Wahrheit? Dem, der sie ausspricht. Nicht dem, der sie hören muss.

Das funktioniert doch nur für Männer

Nein. Die Forschung zeigt: Frauen gehen genauso häufig fremd — oft sogar aus komplexeren emotionalen Gründen. Die Idee, dass Untreue ein männliches Problem ist, ist selbst ein Mythos.

Wenn man unzufrieden ist, soll man sich halt trennen

Die Daten sagen etwas anderes: 73 % der Menschen, die fremdgehen, trennen sich nicht. Nicht weil sie feige sind — sondern weil die Beziehung für sie funktioniert. Bis auf diesen einen Punkt.

Das klingt nach einem Problem privilegierter Großstädter

50 % aller Partnerschaften weltweit erleben Untreue. In jeder Kultur, jeder Schicht, jeder Generation. Das ist kein Berlin-Phänomen. Das ist die menschliche Kondition.

„Versprich mir, dass du nie wieder Hunger haben wirst. Genau so realistisch ist das Treueversprechen.“
Die zentrale Analogie des Films

Der Film

Sieben Wissenschaftler:innen. Vier Disziplinen. Eine Frage.

„Fremdgehen ist OK“ ist kein Ratgeber und keine Provokation um der Provokation willen. Es ist ein Dokumentarfilm, der eine Frage wissenschaftlich, philosophisch und menschlich untersucht, die Millionen von Menschen betrifft — aber in der öffentlichen Debatte praktisch nicht existiert.

Wir bringen Neurobiolog:innen, Evolutionspsycholog:innen, Soziolog:innen, Sexualtherapeut:innen und Philosoph:innen zusammen — Forscher:innen, die seit Jahrzehnten an genau diesen Fragen arbeiten.

Die Soziologin Eva Illouz zeigt, wie der Kapitalismus die Liebe kolonialisiert hat. Der Sexualtherapeut Ulrich Clement erklärt, warum Begehren und Bindung zwei völlig getrennte Systeme sind.

Die zentrale These ist philosophisch fundiert, empirisch gestützt und absichtlich unbequem: Die diskret offene Beziehung ist kein moralisches Versagen. Sie ist der realistischste Kompromiss.

Wer das hier macht

Ein Kollektiv, das schon einmal einen Film ohne Verleih ins Kino gebracht hat.

Unser Debütfilm „Sterben ohne Gott“ hat es ohne Verleih, ohne Sender und ohne Förderung ins Kino geschafft. Rein durch Crowdfunding und eine Community, die an das Projekt geglaubt hat.

Regie / Produktion / Kamera

Das Kollektiv

Debütfilm „Sterben ohne Gott“ im Kino. Zweites Projekt in Produktion.

Produzent

David Zinmann

Produktionsleitung, strategische Planung, Partnerschaften.

Creator / Community

John Fick / Das Techno Team

Große Social-Media-Reichweite. Zugang zu Berlins relevantester Community.

Fashion / Design

Perlensau × Cihan Tamti

Nina Kharytonova und Cihan Tamti (ex Calvin Klein, Nike). Exklusive Merch-Kollaboration.

Presse / Kampagne

Felix Neunzerling PR

Professionelle Medienarbeit und Kampagnenstrategie für maximale Sichtbarkeit.

Harvard / UT Austin / EHESS Paris

7 Wissenschaftler:innen

Neurobiologie, Evolutionspsychologie, Soziologie, Sexualtherapie, Philosophie.

Zweiter Film. Gr\u00f6\u00dferes Team. Unbequemeres Thema. Gleiche Methode: Crowdfunding.

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50 % aller Beziehungen betrifft es.

0 % reden darüber.

Kein Sender, kein Studio, kein Verleih. Ein unabhängiges Kollektivmit sieben Wissenschaftler:innen und einer These, die sich traut.

Unabhängig produziertWissenschaftlich fundiert2. Film des KollektivsMade in Berlin